Binance zufolge bereiteten Hacker monatelang einen Kryptowährungsdiebstahl vor, bei dem sie es auf 6,34 Milliarden Dollar aus den Wallets des Unternehmens abgesehen hatten. Das Unternehmen beschrieb die Operation als mehrstufige Kampagne, bei der Social Engineering, Schadsoftware und kompromittierte interne Tools zum Einsatz kamen, und nicht als einzelnen Sicherheitsverstoß oder gewöhnlichen Phishing-Versuch.

Der Angriff gipfelte am vergangenen Donnerstag, als die Hacker den Laptop eines Ingenieurs kompromittierten und Vermögenswerte aus mehreren Wallets abzogen, wie Binance mitteilte. Die Untersuchung des Unternehmens deute darauf hin, dass die Aktivitäten spätestens im Juni begonnen hätten.

Die Angreifer sollen gefälschte Bewerbungsgespräche, Downloads schädlicher Software, kompromittierte interne KI-Tools und eine fortschrittliche Methode zur Autorisierung von Transaktionen eingesetzt haben. Binance erklärte, der erste mutmaßliche Vorfall habe damit zu tun gehabt, dass ein Ingenieur eine manipulierte Version von Homebrew heruntergeladen habe. Das Sicherheitsteam des Unternehmens entdeckte den kompromittierten Laptop, nachdem die Betreiber der Schadsoftware Informationen über die Rolle des Ingenieurs und die seiner Kollegen im Team für die Wallet-Infrastruktur erlangt hatten.

Das FBI und die Sicherheitsfirma TRM führten den Raub auf nordkoreanische Akteure zurück. Binance zufolge hat das Unternehmen 2,85 Milliarden Dollar der anvisierten Gelder eingefroren oder abgefangen und Mittel bereitgestellt, um den Verlust zu decken. Das Unternehmen bezeichnete 6,34 Milliarden Dollar als den höchsten Betrag, auf den bei einem Kryptowährungsdiebstahl jemals abgezielt wurde.

Quellen: Ars Technica.