Die Demokraten errangen bei den Wahlen am Dienstag eine Reihe bedeutender Siege, eroberten Sitze in mehreren umkämpften Wahlkreisen und steuerten damit darauf zu, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat zu übernehmen. Die Ergebnisse bedeuteten einen erheblichen Rückschlag für die Republikaner und die Agenda von Präsident Donald Trump in dessen zweiter Amtszeit, heißt es in dem von WIRED veröffentlichten Bericht.
Die auffälligsten Siege der Partei gelangen in Texas. James Talarico besiegte den republikanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton, während Gina Hinojosa das Gouverneursrennen gegen Greg Abbott gewann. Damit endete eine lange Zeit ohne landesweiten Wahlsieg der Demokraten in Texas: Laut dem Artikel hatte die Partei seit 1994 keinen landesweiten Sitz mehr gewonnen. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass Elon Musk viel Geld für die Unterstützung der Republikaner ausgegeben hatte.
Laut der Associated Press gewannen die Demokraten die Senatswahlen in Kansas, South Carolina, Iowa und North Carolina und verteidigten zugleich ihre Sitze in Georgia und New Hampshire. Außerdem gewannen sie mindestens drei Sitze im Repräsentantenhaus in Florida, die von der republikanischen Neueinteilung der Wahlkreise betroffen waren, sowie einen Sitz in North Carolina.
Vertreter der Trump-Regierung nannten höhere Benzinpreise und die gestiegenen Lebenshaltungskosten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg als Gründe für die Verluste der Republikaner. Nachwahlbefragungen deuteten zudem darauf hin, dass Teile der Koalition, die Trump 2024 unterstützt hatte, zu anderen Kandidaten wechselten. Dazu gehörten Latino-Wähler, vor dem Hintergrund des Widerstands gegen die Einwanderungspolitik der Regierung. Einige Vertreter machten Trump im privaten Kreis für die Entscheidung verantwortlich, in den Konflikt einzutreten, der ihrer Aussage nach ohne absehbares Ende andauerte.
Andere Republikaner verwiesen auf die Qualität der Kandidaten und eine gescheiterte Strategie zur Neueinteilung der Wahlkreise. Die Neuziehung der Wahlkreiskarten sollte den Republikanern helfen, Sitze im Repräsentantenhaus zu gewinnen, machte jedoch auch einige Wahlkreise weniger zuverlässig republikanisch. Mehrere unterlegene Kandidaten waren von Trump persönlich unterstützt worden.
Das Senatsrennen in Florida bot den Republikanern einen knappen Lichtblick: Die amtierende Senatorin Ashley Moody besiegte die Demokratin Angie Nixon knapp, nachdem sich das Rennen gegen Ende des Wahlkampfs zugespitzt hatte.
Da sich eine Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse in beiden Kammern abzeichnete, kündigten die Demokraten im Repräsentantenhaus eine verstärkte Kontrolle der Trump-Regierung an. Robert Garcia, der den Vorsitz des Aufsichtsausschusses des Repräsentantenhauses übernehmen soll, reagierte auf die Ergebnisse mit den Worten: „Engagiert schon mal Anwälte.“
Quellen: WIRED.