EDF-Tempo-Kunden müssen am 24. oder 31. Dezember nicht mehr mit Stromtarifen für rote Tage rechnen. Die französische Energieregulierungskommission (CRE) gab die Änderung am 22. Oktober bekannt. Sie trat am 1. November in Kraft, an dem der jährliche Zeitraum für Tempo-Rot-Tage beginnt. Nach den vorliegenden Angaben hat das Angebot rund 900.000 Abonnenten.
An einem roten Tag steigt der Preis pro Kilowattstunde während der Spitzenzeiten auf 0,7295 Euro und liegt damit laut Quelle fast viermal so hoch wie der regulierte Basistarif. Der 31. Dezember 2025 wurde als roter Tag eingestuft, was Beschwerden auslöste. Die CRE merkte außerdem an, dass dies auch am 31. Dezember 2014 geschehen war, im ersten Winter, in dem der Netzbetreiber RTE die Farbe des jeweiligen Tages festlegte.
Die CRE konsultierte die Öffentlichkeit vom 22. Mai bis zum 24. Juli 2026 zu Änderungen bei der Zuweisung der Tempo-Tage. Die meisten Teilnehmenden sprachen sich dafür aus, beide Vorabende von Feiertagen von den roten Tagen auszunehmen. Sie argumentierten, dass die hohen Preise zu diesen Zeiten Kunden davon abhalten könnten, Stromtarife mit Laststeuerung beizubehalten. Sollte das Stromnetz an einem der beiden Abende stark belastet sein, kann RTE nach Angaben der CRE Ecowatt-Warnmeldungen nutzen, um die Menschen zu einer Senkung ihres Verbrauchs aufzufordern, ohne ihre Rechnungen zu verändern.
Die überarbeitete Methode soll die roten Tage außerdem gleichmäßiger über den Winter verteilen. Im milden Winter 2025–26 ließ der vorherige Algorithmus bis Ende Januar noch mehr als 15 rote Tage offen. RTE setzte daraufhin im März 13 davon an, Wochenenden ausgenommen, obwohl der Stromverbrauch kein außergewöhnliches Niveau erreichte.
Nach dem neuen Ansatz muss RTE kumulative Monatsziele einhalten: Bis Ende November dürfen höchstens drei rote Tage festgelegt sein, bis Ende Dezember genau sechs, bis Ende Januar zwischen 13 und 19, bis Ende Februar zwischen 20 und 22 und bis Ende März 22. Tests für die vorangegangenen vier Winter ergaben, dass die Methode Tage mit hoher Nachfrage mit einer Effizienz von 94 % erkannte, verglichen mit 95 % beim früheren Algorithmus. Sie hätte die Zahl nachträglich angesetzter roter Tage auf drei begrenzt, statt der 13, die für März 2026 festgelegt wurden.
Ab dem 1. November 2027 kann RTE außerdem einige rote Tage zwei Tage im Voraus bekannt geben. Derzeit werden die Farben am Vortag um 10:30 Uhr bekannt gegeben. Die Entscheidung der CRE wurde inzwischen im französischen Amtsblatt veröffentlicht.
Tempo teilt das Jahr in 300 blaue Tage, 43 weiße Tage und 22 rote Tage ein. Rote Tage können nur vom 1. November bis zum 31. März auftreten, niemals jedoch an Wochenenden oder Feiertagen. Am 4. November 2026 war noch keiner der roten oder weißen Tage der Saison festgelegt worden; damit standen alle 22 roten und 43 weißen Tage noch bevor. EDF hat den Abonnenten außerdem per E-Mail bestätigt, dass der 24. und 31. Dezember keine roten Tage sein werden.
Quellen: Numerama.