Supermärkte in mehreren europäischen Ländern haben mutmaßliche Cyberangriffe auf ihre Kühlsysteme gemeldet. Geschäfte in Belgien, Schweden, Luxemburg und Estland verzeichneten laut lokalen Berichten, die von Bloomberg und Reuters zitiert wurden, plötzliche Temperaturänderungen bei Kühl- und Gefrierschränken.
Eine Filiale von Ica Kvantum in Schweden teilte auf Facebook mit, dass nachts auf ihre Kühlanlagen zugegriffen worden sei und deren Temperaturen aus der Ferne auf 50 Grad Celsius erhöht worden seien. Die schwedische Supermarktkette Coop bestätigte ebenfalls, dass unbefugte Akteure auf Kühlsysteme in einer kleinen Zahl ihrer Filialen zugegriffen und diese verändert hätten.
Der niederländische Einzelhändler Ahold Delhaize erklärte, ein IT-Vorfall habe die Temperaturen von Kühlanlagen in Dutzenden Supermärkten in Belgien und Luxemburg verändert. Das vollständige Ausmaß des Vorfalls ist noch nicht bestätigt.
Viele Kühlanlagen in Supermärkten sind für die Fernwartung und Warnungen vor technischen Ausfällen mit dem Internet verbunden. Die gemeldeten Vorfälle geben Anlass zur Sorge über die möglichen Auswirkungen von Sicherheitslücken auf Lebensmittelversorgungsketten.
Die Berichte folgen auf einen mutmaßlichen Cyberangriff, der im Vormonat Hunderte Kühleinheiten in französischen Supermärkten beeinträchtigt hatte. Der dadurch verdorbene Bestand wurde auf einen Wert von mehreren Millionen Euro geschätzt. Auch eine Reihe von Störungen an Gefrieranlagen auf US-Militärstützpunkten soll möglicherweise mit Cyberangriffen zusammenhängen.
Quellen: The Verge.