Nothings Submarke CMF entwickelte das Phone 2 Pro für den Budgetmarkt. Dabei behielt sie mehrere wichtige Ausstattungsmerkmale bei und machte Abstriche in weniger auffälligen Bereichen. Über Nothings inzwischen beendetes US-Betaprogramm kostete das Basismodell 279 US-Dollar, verglichen mit 379 US-Dollar für das Nothing Phone 3a.
Der Preisunterschied bedeutete weder einen kleineren Bildschirm noch einen kleineren Akku. Beide Telefone haben ein 6,77 Zoll großes FHD+-AMOLED-Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz und einen 5.000-mAh-Akku. Das CMF Phone 2 Pro bietet außerdem eine 50-Megapixel-Hauptkamera, eine 50-Megapixel-Telekamera mit 2-fachem Zoom und eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera.
Nothing hat keine detaillierte Aufstellung der Kosten für die einzelnen Komponenten veröffentlicht, daher ist unklar, wie viel durch jede Entscheidung genau eingespart wurde. Zu den Unterschieden zählt der Prozessor: Das Phone 2 Pro verwendet MediaTeks Dimensity 7300 Pro, während das Phone 3a mit Qualcomms Snapdragon 7s Gen 3 ausgestattet ist. Das CMF-Modell reagiert bei alltäglichen Aufgaben wie Surfen und Nachrichtenversand zuverlässig, kann aber bei anspruchsvollen Spielen mit hohen Einstellungen an seine Grenzen stoßen.
Auch bei der Kameraausstattung gibt es einen Kompromiss. Die Haupt- und Telekamera des Phone 2 Pro setzen auf elektronische Bildstabilisierung, während die Hauptkamera des Phone 3a über eine optische Bildstabilisierung verfügt. Mit dem CMF-Telefon lassen sich ordentliche Fotos aufnehmen, bei wenig Licht oder wenn sich die Kamera bewegt, ist es jedoch möglicherweise weniger zuverlässig.
Zu den weiteren Abstrichen zählen ein einzelner Lautsprecher, eine auf 33 W statt 50 W begrenzte Ladeleistung und eine IP54-Zertifizierung gegenüber IP64 beim Phone 3a. Dafür unterstützt das Phone 2 Pro microSD-Karten mit bis zu 2 TB, NFC in einigen Regionen, drei Jahre lang Android-Updates und sechs Jahre lang Sicherheitsupdates.
Für Menschen, die ihr Telefon hauptsächlich für Nachrichten, Karten, soziale Medien, Videos und gelegentliche Fotos nutzen, können das größere Display und der größere Akku des CMF wichtiger sein als schnelleres Laden oder optische Bildstabilisierung. Das Unternehmen wollte Funktionen beibehalten, die im Alltag zählen, und in Bereichen Kosten senken, die manchen Käufern seltener auffallen.
Diese Formel erneut anzuwenden, könnte schwierig sein. Nothing-Mitgründer Akis Evangelidis sagte auf X, dass CMF an einem Nachfolger gearbeitet habe, aber zu einem passenden Preis kein Modell entwickeln konnte, das sich wie ein echter Fortschritt anfühlte. Als Grund nannte er steigende Speicherkosten. Nothing hat nicht bekannt gegeben, wann ein weiteres CMF-Telefon zu einem ähnlichen Preis erscheinen könnte, und wird 2026 keinen Nachfolger des Phone 2 Pro herausbringen.
Quellen: Engadget.