Leading the Future, ein Netzwerk politischer Gruppen, die sich gegen Maßnahmen wenden, die sie als innovationsschädlich betrachten, startete mit rund 100 Millionen Dollar und der Unterstützung prominenter Persönlichkeiten aus dem Silicon Valley in den Zwischenwahlzyklus. Zu den Unterstützern gehörten Andreessen Horowitz, Palantir-Mitgründer Joe Lonsdale und OpenAIs Greg Brockman. Nach den Wahlen hat das Netzwerk etwas mehr als 20 Millionen Dollar auf dem Konto und kann auf mehrere gewählte Kandidaten verweisen. Seine Ausgaben scheinen jedoch nur begrenzten Einfluss auf die Rennen gehabt zu haben, deren Ausgang weniger sicher war.

Das Netzwerk gab rund 26 Millionen Dollar für Vorwahlen aus, darunter Millionen für Angriffswerbung gegen Alex Bores, einen Abgeordneten des Bundesstaats New York und ehemaligen Palantir-Ingenieur, der sich für KI-Sicherheit einsetzte. Bores belegte in einer umkämpften Vorwahl den zweiten Platz hinter Micah Lasher, der sich ebenfalls für Rechenschaftspflicht im Technologiesektor und KI-Sicherheit einsetzte. Public First, eine Gruppe für KI-Sicherheit, die von Anthropic finanziell unterstützt wird, gab 15 Millionen Dollar für Bores aus.

Vor der Hauptwahl verlangsamten sich die Ausgaben von Leading the Future. Das Netzwerk gab etwa 10 Millionen Dollar aus, hauptsächlich für Kandidaten in sicheren Wahlkreisen, und meldete für das zweite und dritte Quartal keine Spenden. Dem Netzwerk gehören Gruppen an, die beide Parteien unterstützen: American Mission fördert überwiegend Republikaner, während Think Big hauptsächlich Demokraten unterstützt.

Mehrere seiner risikoreicheren Wetten gingen nicht auf. In South Carolina spendete American Mission mehr als 2 Millionen Dollar an die amtierende Abgeordnete Darline Graham, die ihren Senatswahlkampf mit 46,5 Prozent der Stimmen verlor. Im 1. Kongresswahlbezirk von North Carolina unterlag die Republikanerin Laurie Buckhout, die American Mission in der Vorwahl unterstützt hatte, dem Demokraten Don Davis. Der Republikaner Aaron Flint aus Montana räumte seine Niederlage gegen den Demokraten Sam Forstag ein, obwohl die Associated Press dieses Rennen zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht für entschieden erklärt hatte.

Das Netzwerk unterstützte auch einige Kandidaten, die gewannen. Der von Think Big unterstützte demokratische Abgeordnete aus Florida, Jared Moskowitz, sicherte sich mit 13.000 Stimmen Vorsprung die Wiederwahl. Dem Artikel zufolge diente ein Großteil der Unterstützung für Kandidaten in sicheren Wahlkreisen dem Aufbau von Einfluss bei den neu ins Amt kommenden Kongressmitgliedern.

Die Ergebnisse sind außerdem Teil einer breiteren Debatte über die Regulierung von KI geworden. Brad Carson, Mitgründer von Public First Action, bezeichnete die Zwischenwahlen als Rückschlag für die Bemühungen der Branche, sich gegen eine Regulierung zu stemmen. Einer im Bericht zitierten NBC-Nachwahlbefragung zufolge erklärten 56 Prozent der Wähler, KI und Rechenzentren hätten bei ihrer Wahlentscheidung eine wichtige Rolle gespielt.

Quellen: WIRED.