Nick Saraev sagt, Amazon habe sein Konto gesperrt, nachdem er versucht hatte, sieben Nvidia-DGX-Spark-KI-Mini-PCs zu kaufen. Der Entwickler schilderte die Erfahrung in einem Beitrag auf X und sagte, vier separate Bestellungen seien storniert worden. Von ihm geteilte Screenshots zeigten, dass der geplante Kauf Geräte mit jeweils 128 GB Arbeitsspeicher und 4 TB Speicherplatz umfasste.
Saraev sagte, Amazon habe angeboten, den Fall zu prüfen, nachdem er öffentlich über das Problem berichtet hatte, sich letztlich aber dazu entschieden, sein Konto ohne Angabe eines konkreten Grundes zu sperren. In der vom Entwickler geteilten Korrespondenz war von früheren Versuchen die Rede, das Konto zu verifizieren. Saraev sagte, er habe den Verifizierungsprozess abgeschlossen. Wie der Bericht anmerkt, behält sich Amazon in seinen Geschäftsbedingungen das Recht vor, Dienstleistungen zu verweigern, Konten zu schließen oder Bestellungen zu stornieren.
Er ist nicht der einzige Käufer, der von Problemen berichtet. Epic-Games-CEO Tim Sweeney sagte auf X, Amazon habe seine regulären Bestellungen storniert, nachdem er versucht hatte, zwei Nvidia-GPUs zu kaufen, die häufig für lokale KI-Inferenz verwendet werden. Im September sagte ein Nutzer im Entwicklerforum von Nvidia ebenfalls, Amazon habe sein Konto wegen „verdächtiger Aktivitäten“ gesperrt, nachdem er versucht hatte, zwei Asus-GX10-Systeme zu kaufen.
Die Berichte erscheinen vor dem Hintergrund steigender Kosten für elektronische Bauteile und begrenzter Speicherbestände. Der Artikel führt den Engpass auf die Nachfrage von KI-Rechenzentren zurück, da Chiphersteller ihre Produktion auf die Versorgung dieses Sektors umstellen. Hardwareunternehmen wie Apple, Samsung und Dell sehen sich mit höheren Bauteilkosten konfrontiert; einige geben die Preissteigerungen an ihre Kunden weiter.
Das Interesse daran, KI-Modelle lokal auszuführen, ist mit der Verfügbarkeit von Modellen mit offenen Gewichten ebenfalls gestiegen. Bei der lokalen Verarbeitung können Dokumente und andere Daten auf dem Computer des Nutzers bleiben; außerdem ist sie ohne Internetverbindung möglich. Die Hardware kann jedoch auch für böswillige Nutzer attraktiv sein, was Händler dazu veranlassen könnte, große Bestellungen genauer zu prüfen.
In einem im Bericht zitierten Reddit-Beitrag hieß es, der US-amerikanische Händler Micro Center habe einen Kunden aufgefordert, eine Erklärung zu unterschreiben, einen Lichtbildausweis vorzulegen und anzugeben, wo die Hardware installiert werden sollte. Das Formular untersagte außerdem den Export oder Weiterverkauf der Geräte. Die Berichte deuten darauf hin, dass Lieferengpässe möglicherweise nicht der einzige Grund für die Entscheidungen von Händlern sind, bestimmte Käufe von KI-Hardware zu stornieren oder genauer zu prüfen.
Quellen: t3n.
