Die Benzinpreise an diesem Wahltag in den USA sind laut Quelle die höchsten, die je an einem Wahltag verzeichnet wurden. GasBuddy beziffert den landesweiten Durchschnitt auf 4,12 Dollar pro Gallone Benzin und 6,28 Dollar pro Gallone Diesel. Die Strategische Erdölreserve, die das Energieministerium für Energiekrisen unterhält, umfasst 282,2 Millionen Barrel Rohöl – ihr niedrigster Stand seit 44 Jahren.

Die Zahlen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Wähler bei den Zwischenwahlen über die Lebenshaltungskosten entscheiden. Die Quelle bringt den finanziellen Druck an der Zapfsäule mit einem umfassenderen politischen Streit über Elektrofahrzeuge in Verbindung und argumentiert, dass Donald Trump und die Republikaner im Kongress die Ablehnung von Maßnahmen für Elektrofahrzeuge zu einem zentralen Bestandteil ihrer Agenda gemacht haben.

In den vergangenen zwei Jahren, so der Artikel, hätten die Republikaner darauf hingearbeitet, Anreize für Elektrofahrzeuge zu kürzen, die Finanzierung der Ladeinfrastruktur einzufrieren und Kraftstoffeffizienzstandards zurückzunehmen. Die staatliche Steuergutschrift für saubere Fahrzeuge von bis zu 7.500 Dollar, die Käufer beim Kauf direkt in Anspruch nehmen konnten, ist nicht mehr verfügbar. Der Artikel argumentiert, dass der Wegfall dieser Maßnahmen die Möglichkeiten für Autofahrer eingeschränkt habe, ihre Kraftstoffkosten zu senken.

Der Beitrag beschreibt außerdem ein wiedererwachtes Interesse an Hybrid- und Elektrofahrzeugen, nachdem die Benzinpreise infolge des Kriegs mit Iran gestiegen waren. Einige Fahrer, die zuvor skeptisch gegenüber batteriebetriebenen Autos gewesen waren, begannen, nach Alternativen zu suchen; die Fahrzeugpreise blieben jedoch ein Hindernis. Der durchschnittliche Transaktionspreis für ein Elektrofahrzeug lag laut Artikel weiterhin bei über 50.000 Dollar, und die frühere Steuergutschrift war nicht mehr verfügbar, um die Kosten abzufedern.

Die Quelle vertritt die Auffassung, dass die Ablehnung von Elektrofahrzeugen und Kraftstoffeffizienzvorschriften die Haushalte den Schwankungen der Ölpreise stärker ausgesetzt habe. Sie weist darauf hin, dass Strom im Inland erzeugt wird, und argumentiert, sein Preis werde weniger unmittelbar von Konflikten im Nahen Osten beeinflusst. Zugleich warnt sie, dass ein Sieg der Demokraten im Kongress nicht zwangsläufig die früheren bundesstaatlichen Steuergutschriften für Elektrofahrzeuge wiederherstellen würde, während die Automobilhersteller Bemühungen unterstützen, strenge Kraftstoffeffizienzvorschriften zurückzunehmen.

Elektroautos sind weiterhin auf dem Markt, und General Motors und Ford planen, sie erschwinglicher zu machen, heißt es in dem Artikel. Er ergänzt, dass die Pläne der Unternehmen teilweise davon abhängen, dass die Regierung weiterhin verhindert, dass preisgünstigere chinesische Modelle auf den US-Markt gelangen. Der Artikel stellt die hohen Kraftstoffkosten als Folge einer politischen Entscheidung dar, durch die die Unterstützung für Alternativen zu benzinbetriebenen Autos zurückgefahren wurde.

Quellen: The Verge.