Online-Händler müssen möglicherweise überdenken, wo sie Zahlungsinformationen anzeigen. Eine von PayPal in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage von Morning Consult unter 2.079 Erwachsenen in Deutschland zeigt, dass viele Verbraucher Zahlungsoptionen berücksichtigen, bevor sie die Checkout-Seite erreichen – insbesondere bei der Planung höherpreisiger Weihnachtseinkäufe.
Der Umfrage zufolge hatten 49 % der Befragten, die Weihnachtsgeschenke im Wert von mindestens 100 € kauften, während Aktionszeiträumen entweder bereits eine Kaufentscheidung vorbereitet und auf einen Rabatt gewartet oder Produkte recherchiert, bevor sie sich entschieden. Nur 16 % gaben an, mit der Suche begonnen zu haben, nachdem die Angebote bereits gestartet waren. Dies deutet darauf hin, dass der Wettbewerb um Kunden bereits vor großen Rabattaktionen wie dem Black Friday beginnt.
Zahlungsoptionen können Teil dieses frühen Entscheidungsprozesses sein. 41 % der Befragten sagten, es wäre hilfreich zu wissen, ob „Jetzt kaufen, Später bezahlen“ – von PayPal als „Später bezahlen“ bezeichnet – auf der Produktseite verfügbar ist. Rund drei von zehn Befragten würden nach eigenen Angaben eher einen Artikel in den Warenkorb legen, wenn diese Information auf der Produktseite angezeigt würde.
Die Zahlungsinformationen könnten auch die Wahl des Händlers beeinflussen. Wenn Produkte und Preise vergleichbar waren, würden sich 28 % eher für einen Shop entscheiden, der die Verfügbarkeit von „Jetzt kaufen, später bezahlen“ auf der Produktseite anzeigt. Zum Vergleich: 12 % bevorzugten einen Händler, der diese Information erst während des Checkouts bereitstellt. Die Zahlen spiegeln angegebene Kaufabsichten wider und keine gemessenen Steigerungen der Konversionsraten.
Die größere Verfügbarkeit von Zahlungsmethoden könnte noch wichtiger sein. 67 % der Befragten gaben an, bereits einen Online-Kauf abgebrochen zu haben, weil ihre bevorzugte Zahlungsoption beim Checkout nicht verfügbar war. Von dieser Gruppe kauften anschließend 43 % dasselbe oder ein ähnliches Produkt bei einem anderen Händler, während 15 % zum ursprünglichen Shop zurückkehrten und eine andere Zahlungsmethode verwendeten.
Die Umfrage befasst sich mit Zahlungsoptionen allgemein und bezieht sich nicht ausschließlich auf „Jetzt kaufen, später bezahlen“. Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass Produktsortiment, Preise und eine funktionierende Website möglicherweise nicht ausreichen, wenn ein Shop keine Zahlungsmethoden anbietet, die Kunden erwarten.
Zahlungsinformationen könnten daher auf Produktseiten, in Produktlisten oder spätestens im Warenkorb angezeigt werden. Wenn diese Optionen früher sichtbar sind, können Kunden sie in ihre Budget- und Kaufplanung einbeziehen. Die Umfrage ergab außerdem, dass 44 % der deutschen Verbraucher glauben, ein vertrauter Zahlungsanbieter könne ihr Vertrauen in einen ansonsten unbekannten Händler erhöhen.
PayPal bietet „Später bezahlen“-Dienste an, darunter die Zahlung nach 30 Tagen und PayPal-Ratenzahlungen. Beide Optionen unterliegen einer Bonitätsprüfung und den jeweils geltenden Produktbedingungen. Für unterstützte Shopsysteme können vorhandene dynamische PayPal-Banner für „Später bezahlen“ je nach Integration über das Backend des Shopsystemanbieters oder ein PayPal-Geschäftskonto aktiviert werden, ohne zusätzliche technische Integration.
Die Umfrage wurde von Morning Consult im Auftrag von PayPal vom 4. bis 10. September 2026 online unter 2.079 Verbrauchern in Deutschland durchgeführt. Die Verfügbarkeit von PayPal „Später bezahlen“, Bonitätsanforderungen, Limits und Bedingungen hängen vom jeweiligen Produkt und der jeweiligen Transaktion ab.
Quellen: t3n.